Donnerstag, Januar 11, 2007
Dienstag, Januar 09, 2007
Internationale Brigaden nach Darfur!
Denn da die Regierung des Sudan selbst am Völkermorden partizipiert und die arabischen Reitermilizen unterstützt, wird jedes Verhandeln, jedes Kommunizieren mit dem Ziel der Zivilbevölkerung in Darfur zu helfen, zur Farce.
"Even if you sent a million soldiers to Darfur, that would not solve the problem," a Sudanese minister recently taunted Western governments. The West could probably prove him wrong with a mere 20,000 troops, but, unfortunately, that seems unlikely to happen anytime soon.
Weshalb O'Hanlons Vision von einer Art Internationaler Brigade, die auch ohne Zustimmung genozidaler Terrorregime die Zivilbevölkerung unterstützt und verteidigt auch einiges für sich hat. Eine tatsächliche Umsetzung dieser Idee aber wird wohl in absehbarer Zeit nicht stattfinden und der Genozid im Sudan ist deshalb wohl noch lange nicht an seinem grausigen Ende angelangt.
But, whatever the specifics, it would be well worth our time to start working through them and laying the groundwork for a new kind of military force. Darfur, after all, has taught us that we need to confront genocides with more than diplomacy. Sudan's government, emboldened by our inaction, now brags that its macabre plans couldn't be blocked by a million soldiers. One thing is for sure: It certainly would take more than zero.
Sonntag, Dezember 31, 2006
TNR's New Year's Resolutions, 1941
Nicht nur aus historischem Interesse lesenswert ist der Leitartikel vom 29.12.1941, in dem - unter dem Titel How to fight fascism - die damaligen Redakteure der TNR aufzählen, worauf es im internationalen Krieg gegen den Faschismus ankommt.
Trotz aller Parallelen sind natürlich nicht alle Punkte in dieser Form auf die heutige globale Lage - den Krieg gegen den neuen Totalitarismus; den internationalen Islamismus - übertragbar und so möchte man sich wünschen, dass der letzte Punkt auch heute noch zutreffen würde und die peoples of all the world hinter den USA stünden, den Willen und die Entschlossenheit zeigten, den Totalitarismus zu bekämpfen und auch zuversichtlich wären, dass dieses Ziel erreicht werden kann:
We must never lose faith in ultimate victory. -- For the peoples of all the world, America's entry into war has meant the end of all doubts of the coming victory of democracy. More than we ourselves, they value our incomparable resources. They know that these resources, of youth, of will and of materials are so great that whatever initial mistakes we make, whatever defeats we suffer, we have the power, if we use it, to win the war.
In diesem Sinne: auf ein erfolgreiches neues Jahr!
Freitag, Dezember 29, 2006
Nation building in Somalia
Der Westen muss also sofort, ohne zu zögern, die somalische Regierung unterstützen, damit es nicht zu dem befürchteten Flächenbrand am Horn von Afrika kommt.
Die meisten Europäer werden, um der vermeintlichen Stabilität willen, still und heimlich gehofft haben, dass die Islamisten siegreich bleiben und mit eiserner Hand eine Theokratie errichten. Die heutige taz mit ihrem Titel Chaos statt Scharia ist für diese Haltung symptomatisch; anstatt den bisherigen Triumph somalischer und äthiopischer Truppen über die Union der islamischen Gerichte als Chance zu begreifen, die die internationale Gemeinschaft nutzen muss, wird die Terrorherrschaft der Islamisten zur einzig effizienten Option verklärt.
och das Chaos ist nicht zwangsweise die Alternative zum klerikalfaschistischen Scharia-Rechtssystem: ohne Hilfe ist es natürlich bestenfalls fraglich, ob die Somalier es schaffen, einen demokratischen Rechtsstaat jenseits von Clanherrschaft und islamofaschistischem Terror aufzubauen, deshalb ist hier der Westen gefragt, der die Mittel besitzt, der legitime Übergangsregierung Somalias finanziellen, logistischen und auch militärischen beistand zu leisten und diese so zu stützen.
Ein beherztes Eingreifen Europas und der USA könnte aus dem „failed state“ Somalia wenigstens im Ansatz einen funktionierenden Rechtsstaat machen.
Dies mag extrem optimistisch erscheinen, doch gibt es keine Alternative zum Engagement der demokratischen Staaten der Welt zugunsten der legitimen Regierung Somalias.
Die Islamisten haben während ihrer Herrschaft über weite Teile des Landes gezeigt, was für ein Staat ihnen vorschwebt: eine klerikalfaschistische Theokratie. Eine vermeintliche Stabilität um diesen Preis ist sicherlich ebenso wenig im Interesse der somalischen Bevölkerung, wie in dem des Westens.
Doch auch eine Herrschaft der Clanführer und Warlords, die sich zusammen mit den Äthiopiern im Kampf gegen die Union islamischer Gerichte befinden, darf nicht das Ziel im somalischen Bürgerkrieg sein, zumal man Äthiopien auch keine allzu guten Absichten im Hinblick auf ihren Militäreinsatz in Somalia andichten sollte.
Wie zuvor erwähnt, führt also eigentlich kein Weg am Einsatz der freien Welt vorbei, damit diese sich bestenfalls ein bisschen vergrößern kann.
Der Westen muss begreifen, dass Somalia eines der vielen Schlachtfelder im Krieg gegen den Islamismus ist und sich hier die Chance bietet, einen langfristigen Sieg zu erringen.
Hoffen wir, dass der Westen diese Chance auch ergreift und Somalia nicht seinem – in diesem Fall sicher äußerst blutigen – Schicksal und somit womöglich den Islamisten überlässt.
Dienstag, Dezember 26, 2006
Wie Kofi Annan Darfur retten will
Dass sich diese beiden Forderungen widersprechen, liegt auf der Hand. Ein "unabhängiges Expertenteam" - was auch immer man sich darunter vorstellen darf - wird den Genozid im Sudan wohl kaum stoppen können.
Doch "Friedensfreunde" wie Annan und seine Symphatisanten können sich offensichtlicht immer noch nicht eingestehen, dass militärische Gewalt in den meisten Fällen Gegengewalt fordert und nur eine bewaffnete Eingreiftruppe - natürlich verbunden mit humanitärer Hilfe - die Lage in Darfur verbessern und die Zivilbevölkerung wirksam vor dem Terror der Milizen schützen kann.
Die islamistischen Reitermilizen jedenfalls werden sich wohl kaum durch "unabhängige Experten" von ihrer Mordbrennerei abhalten lassen.
Kofi Annans Forderungen und das erfolgreiche Blockerieren von Sanktionsbeschlüssen durch Staaten wie China und Russland zeigen derweil zum wiederholten Male die Unfähigkeit der Vereinten Nationen, auf internationale Krisen angemessen zu reagieren.
Sonntag, Dezember 17, 2006
Bob Dylan's 115th Video
Samstag, Dezember 16, 2006
Falls hier zufällig jemand...
Womöglich reichen die gezeigten Videos ja für die ein oder andere Fatwa aus. Hoffentlich ruft da niemand zum Djihad gegen mich und meine Seite auf.
Dienstag, Dezember 12, 2006
Montag, Dezember 11, 2006
sic semper tyrannis!
Schade, dass dieses Video nicht Programm ist. Anstatt die wahre Tyrannei und Gewaltherrschaft der eben gezeigten Diktatoren - sofern diese noch im Amt sind - und ihrer Nachfolger zu bekämpfen, anstatt gegen die zum Himmel schreienden Zustände in den islamischen Ländern vorzugehen, anstatt das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf den Völkermord in Darfur zu lenken, beschränken sich die meisten Menschenrechtsorganisationen darauf, Israel und die USA wegen vermeintlicher Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen anzuklagen, anstatt sie für die Verteidigung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Zivilisation zu loben.
Für die Opfer des Völkermords im Sudan, für die verfolgten Andersdenkenden im Iran und in etlichen anderen Ländern kann man nur hoffen, dass sich die Menschrechtsorganisationen Alan Dershowitz' Antwort auf die Frage, wie er eine Million US-Dollar ausgeben würde zu Herzen nehmen:
I would use my million dollars to start the world's first and only genuine human rights organization that prioritizes its resources in accordance with the seriousness of the violations and not the ideological bias of the organization. Amnesty International, Human Rights Watch, and other current organizations do not do this. They devote less proportional attention to real genocides such as those in Darfur and other parts of Africa than to the imperfections of Israel. The victims of this obsessive and disproportional focus on Israel are African and other real victims of genocide. This must change, and I would devote my money to trying to change it.
Freitag, Dezember 08, 2006
James Bakers' Irrtümer
Baker has already informed us of what a successful negotiation between Israel and Syria would mean: a return of the Golan Heights to Damascus. Why would this satisfy the Syrians? They launched their war against Israel when they possessed the Heights. It was theirs. I recall a stay at a kibbutz below the Golan against whose fields and farmers Syria constantly shot mortar fire.
More important, Syria, Hezbollah, and Iran have grander ambitions than Israel. It is Iraq and the power of the Saudis. Even if Israel were to cooperate with Baker's design for its suicide, nothing that Baker imagines will come to pass.
Mohammeds langer Weg nach Westen
Was haben Rudi Carrell, Salman Rushdie, Ayaan Hirsi Ali, Seyran Ates, 12 dänische Karikaturisten & neuerdings auch Papst Benedikt XVI. gemeinsam?
Alle haben sie es gewagt, entweder Kritik an antiaufklärerischen Aspekten des Islams und vieler Muslime zu äußern, oder sie haben die Frechheit besessen, unterdrückten muslimischen Frauen zu helfen, oder sie haben Witze über einen fanatischen Islamisten gemacht oder gar den Religionsstifter der Muslime selbst karikiert.
Die Wirkung war immer die gleiche – Boykottaufrufe und weltweite Demonstrationen unter dem Motto „Mehr Toleranz gegenüber dem Islam und seinen Anhängern“ waren die harmlosesten Reaktionen. Randalierende Mobs, brennende Fahnen – und schlimmer – Botschaften und internationale Einrichtungen, Morddrohungen, Fatwas und auch tatsächliche Morde die furchtbarsten Reaktionen, die ironischerweise deutlich zeigten, dass gewisse Kritik am Islam durchaus gerechtfertigt war und ist.
Trauriger Höhepunkt dieser Ausschreitungen und Gewalttaten war der Mord an dem islamkritischen niederländischen Regisseur und Religionsfeind Theo van Gogh, der im November 2004 in den Niederlanden - nur zur Erinnerung: einem westeuropäischen, demokratischen, liberalen Rechtsstaat - auf offener Straße regelrecht abgeschlachtet wurde. Der Täter, ein 26-jähriger „homegrown terrorist“ marokkanischer Abstammung, vergaß nicht van Gogh ein Bekennerschreiben inklusive Morddrohung an die Feministin, Politikerin und Autorin Ayaan Hirsi Ali, die auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse den wunderbaren Satz „I am here to defend the right to offend“ sprach, an die Brust zu stechen, das seine religiöse Motivierung verdeutlichte, nachdem er van Gogh mit einer Pistole niederstreckte und ihm anschließend die Kehle durchschnitt.
Ein Novum war dieser grauenhafte Mord nur in einer Hinsicht: er fand in Europa statt. Dass Kritik am Islamismus in den arabischen und anderen muslimischen Staaten lebensgefährlich ist, sollte der Öffentlichkeit nicht erst seit dem Mord an dem Kairoer Publizisten Faradsch Fauda bekannt sein, der 1992 in seiner Heimatstadt erschossen wurde, nachdem er es wagte, die kühne Behauptung aufzustellen, man könne heutzutage keine Probleme mit der Scharia lösen und auf dieser keine gerechten Staatsstrukturen gründen.
Hohe islamische Geistliche rechtfertigten diesen Mord später auch vor Gericht.
Ein zufällig ausgewählter Einzelfall, der zeigt, dass wir es bei der Gewalt gegen Kritiker an antiaufklärerischen Aspekten des Islams und der innerislamischen Zustimmung und Apologie keineswegs mit einem neuen Phänomen zu tun haben, an dem womöglich noch der dekadente, provozierende Westen und insbesondere die USA und Israel die Schuld tragen sollen, sondern einem Problem gegenüberstehen, das viel zu lange schon seiner Lösung harrt.
Nichts Neues in der Umma also. Doch zeigt der Einzelfall van Gogh, sowie die religiös motivierten Massenmorde in New York, London und Madrid und die nur knapp vereitelten zweiten in London und der zufällig gescheiterte in Deutschland, dass der Westen die Probleme des Islams, bzw. die mit dem Islam nicht länger ausblenden darf.
Vorbei sind die Zeiten, in denen „nur“ andere Muslime, westliche Urlauber, Journalisten, christliche Minderheiten oder israelische Juden direkt betroffen waren von den faschistoiden Auswüchsen der islamischen Weltreligion.
Meinte der Westen noch vor einigen Jahren, namentlich vor dem 11. September 2001 und seinem fürchterlichen Anschlag, die Ungerechtigkeiten und Gewalttaten, die von einer unbekannten, aber nicht geringen Anzahl von Muslimen ausgehen, ignorieren zu können, muss er jetzt einsehen, dass der Zivilisationskampf nicht mehr vor seiner Haustür, sondern schon lange im Wohnzimmer tobt.
Die Rückständigkeit des größten Teils aller muslimischer Gesellschaften ist eine traurige Tatsache, der die freie Welt entschlossen entgegentreten sollte, anstatt Appeasement gegenüber der Reaktion zu betreiben. Aufklärerische Bewegungen und Einzelpersonen, die durchaus vorhanden sind, sollten unterstützt, fundamentalistische, reaktionäre bis klerikalfaschistische Bewegungen bekämpft werden.
Dass diese These vielleicht dem politisch korrekten Konsens widersprechen mag, aber dennoch richtig ist, sieht auch Ayaan Hirsi Ali so, die sich selbst als atheistische Muslima bezeichnet und fragt, warum der Westen den Moslems keinen islamischen Voltaire gönnt.
Dass der Islam und alle Nicht-Muslime, die das Bedürfnis haben ein friedliches Zusammenleben mit den Mohammedanern zu etablieren, aber einen muslimischen Voltaire, eine Aufklärung in der islamischen Welt dringend brauchen, scheinen viele Europäer noch nicht einzusehen und sie fordern stattdessen Respekt vor dem Islam und seinen Anhängern.
Doch muss Respekt vor den Religionen wirklich das oberste Gebot im öffentlichen Diskurs sein? Muss es denn nicht Grenzen für diese – natürlich notwendige und angemessene – Toleranz geben? Dürfen wir Toleranz gegenüber der Intoleranz üben? Gingen die europäischen Aufklärer denn dem Christentum, bzw. der christlichen Kirche gegenüber immer respektvoll vor? Ist es wirklich intolerant den Islam genauso zu behandeln wie alle anderen Religionen?
Sollten wir nicht lieber die westlichen Werte der Säkularisierung, der Rede- und Religionsfreiheit verteidigen, als lauthals nach einer Appeasementpolitik zu rufen?
Müssen europäische Christen nicht auch mit Spott über Jesus und die Apostel leben? Gibt es in unserer Gesellschaft nicht wirklich Ayaan Hirsi Alis „right to offend“? Kommt es nicht einem Verrat an der Aufklärung gleich, die Religionen und vor allem den Islam als sakrosankt und unantastbar zu akzeptieren?
Doch ist der Verrat an der Aufklärung nicht das einzige, das an der Appeasement-Bewegung sauer aufst0ßen lässt.
Auch dass die Weltöffentlichkeit ganz offensichtlich mit zwei Maßen misst, ist besorgniserregend. So gibt es auch in der westlichen Presse Stimmen, die den Papst wegen seiner „Islam-Kritik“, die man eigentlich gar nicht so nennen dürfte, schelten und während des Karikaturenstreits war es gesellschaftlicher, schicht- und weltanschauungsübergreifender Konsens, dass hier eine ungerechtfertigte Provokation vorlag. Dass in beiden Fällen nur von grundlegenden Freiheiten Gebrauch gemacht wurde, um gegebenenfalls auf Ungerechtigkeiten und Probleme hinzuweisen, das sah fast niemand so.
Dass Christen und alle anderen religiösen Menschen in Europa und den USA ebenso mit Hohn und Spott gegenüber ihrer Religion leben müssen, wurde selten erwähnt. Doch verwundert es schon, dass sich die Reaktionen z. B. auf eine publikumswirksame Jesus-Persiflage zumeist auf offene Briefe einiger CSU-Abgeordneter oder die Beschwerde eines Bischofs beschränkt, die zwar unangebracht genug sind, aber keineswegs mit den Gewaltexzessen verglichen werden können, mit denen große Teile der islamischen Welt auf „Das Gesicht Mohammeds“ reagierten, einige fast durchwegs langweilige und humorlose, aber dennoch ohne Frage mindestens akzeptable Karikaturen aus Dänemark, deren Zeichner mittlerweile mit Polizeischutz leben müssen.
Dass z.B. bei arabischen Karikaturisten Morddrohungen empörter Juden, Christen, US-Amerikaner oder Europäer eingehen, ist nicht der Fall, was verwundern müsste, denn die Beispiele für antisemitische, antiamerikanische und antiwestliche Propaganda in den Medien islamischer Länder sind zahllos.
So wird man wohl in jeder arabischen Zeitung „Karikaturen“ finden, die alte antisemitische Klischees und Stereotypen auf unertägliche, ekelhafte Weise recyceln und tatsächlich, im Gegensatz zu den Mohammed-Karikaturen, direkt dem „Stürmer“ entsprungen zu sein scheinen.
Der revisionistische Wettbewerb für holocaustleugnende Comics, die der eliminatorisch-antisemitische Präsident des klerikalfaschistoiden Irans, Mahmud Ahmadinedschad, der der Heimstätte des jüdischen Volkes, Israel, offen mit – atomarer - Vernichtung droht, eingeläutet hat, ist da nur die Spitze des Eisbergs.
Dass Ahmadinedschad den von ihm gegenüber dem Islam eingeforderten Respekt auch dem Judentum oder der christlichen Religion hat zukommen lassen, ist nicht der Fall – einer der Gründe, warum er sich unheimlicher Beliebtheit bei deutschen Nationalsozialisten und anderen Antisemiten jeglicher Couleur erfreut.
Kurz nach der Papstrede in Regensburg veröffentliche al-Jazeera, der bekannteste und wichtigste arabische Fernsehsender, auf seiner Homepage eine Karikatur Benedikts XVI., bei der die Spitze seines Hirtenstabs die Form eines Hakenkreuz verpasst bekam, sein Schal zur Hälfte aus der us-amerikanischen und der dänischen Flagge besteht und unter seiner Soutane lachen sich Uncle Sam und ein israelischer Soldat ins Fäustchen.
Ein Bild, das stimmig das konspirationistische Weltbild des radikalen Verlierers zusammenfasst; die islamische Welt als Opfer des Westens, die jüdisch-amerikanische Weltverschwörung als Drahtzieher der jüngsten antiislamischen Verbalattacke des Papstes, der bekanntermaßen ein Altnazi ist und seinen Beitrag zur Unterjochung der armen, verfolgten, unterdrückten, geschundenen Moslems leistet. Dass die Nationalsozialisten in Wirklichkeit Verbündete der Islamisten waren und sind, da sie weitesgehend ähnliche Ziele - und vor allem den eliminatorischen Antisemitismus - teilen, wird hier natürlich außen vor gelassen.
Müßig zu erwähnen, dass die al-Jazeera-Zentrale in Katar noch steht und auch noch kein Journalist von katholischen Fundamentalisten wegen der Schmähung ihres obersten Hirten umgebracht wurde. Nicht mal mit Beschwerden von Seiten der Kirche oder westlicher Staaten wird auf diese „Kränkung der katholischen Ehre“ reagiert.
Die westliche Welt setzt stattdessen auf den Kritischen Dialog mit dem Islam und leider auch den Islamisten, doch muslimische Geistliche predigen in den islamischen Ländern fast immer und leider auch teilweise in Europa einen gewalttätigen, faschistoiden, fundamentalistischen Islam und rufen nicht selten zum Mord an Juden, Christen und anderen Ungläubigen - oder bestenfalls zur Diskriminierung den Nicht-Muslimen gegenüber - auf. Massenproteste löst das weder in der aufgeklärten Welt noch bei den Muslimen irgendeines Landes in großem Maße aus.
Dass Selbstmordattentäter und Massenmörder den Islam als Rechtfertigung benutzen, um dutzende, hunderte, tausende von Menschen in den Tod zu reißen, das bringt keine Meute aufgebrachter Christen dazu, iranische oder saudi-arabische Botschaften anzuzünden.
Warum ist das so? Warum sind viele Moslems so übersensibel, so extrem empfindlich, wenn es um ihre Religion geht? Woher kommen die faschistoiden Tendenzen innerhalb des Islams, die in dieser Größenordnung in keiner anderen Religion zu finden sind? Warum rufen keine Rabbiner dazu auf, alle Goyim abzuschlachten? Woher kommt der Zorn der Muslime? Woher kommt der Hass auf den Westen, auf die Juden? Woher kommt die übertriebene Empfindlichkeit?
Manche, wie der tunesischstämmige Theologe Abdelwahab Meddeb, der - sicher nicht zufällig - in Frankreich lebt und publiziert, vertreten die These, dass die „Gewalt dem Islam in die Wiege gelegt ist“ und sich von diesen gewalttätigen Wurzeln emanzipieren muss.
Klar ist aber auf jeden Fall, dass die islamische Welt eine auch Islam-interne, breite Diskussion über die universellen Werte der Aufklärung, elementare Freiheiten und Säkularisierung dringend nötig hat um nicht auch noch dieses Jahrtausend ideologisch gesehen im Mittelalter zu verbringen.
Um dies überhaupt möglich zu machen, muss die aufgeklärte Welt den Muslimen klare Grenzen aufzeigen und die Werte der Aufklärung und die Menschenrechte ohne wenn und aber verteidigen. Zwangsheiraten, patriarchale Strukturen, die Unterdrückung der Frauen, ein überholter Ehrbegriff und extremer Machismo sind auch in Europa in vielen muslimischen Subkulturen gang und gäbe und dürfen nicht länger hingenommen werden. Kritik an rückständigen Strukturen innerhalb des Islams darf nicht länger automatisch mit dem Rassismus-Vorwurf abgekanzelt werden.
Es ist keine Intoleranz gegenüber einer Religion oder deren Anhängern, wenn man dieser eine Bringschuld zuweist und von ihren Anhängern einfordert, universelle Werte mindestens zu akzeptieren, eigentlich aber zu verinnerlichen.
Dass Frauen auch in Deutschland von ihren eigenen Familien umgebracht werden, wenn sie sich entscheiden, die Freiheiten, die die aufgeklärte Welt ihnen bietet, auszuleben, ist eine unfassbare Tatsache. Auch hier verwundert es, dass kaum Moslems offen dagegen protestieren, trotz der Ungeheuerlichkeit dieses Verbrechens, das absolut inakzeptabel für jeden aufgeklärten Menschen weltweit ist, oder es zumindest sein sollte.
Die Öffentlichkeit muss dafür sensibilisiert werden, dass Kritik am Islam legitim ist und dass es nichts mit Islamophobie zu tun hat, wenn man die religiös begründeten Hinrichtungen von Menschen nur aufgrund ihrer (Homo-)Sexualität, wie sie z.B. im klerikalfaschistoiden Iran regelmäßig stattfinden, und die stillschweigende Hinnahme dieser und anderer erschreckender, aufrüttelnder Tatsachen durch den Großteil der internationalen Muslime kritisiert.
Das Gleiche gilt für den Antisemitismus, der auch bei europäischen Moslems überdurchschnittlich oft vorzufinden ist, in vielen Moscheen gepredigt wird und der in den Vernichtungsphantasien eines Mahmud Ahmadinedschad seinen traurigen und zugleich alarmierenden Höhepunkt findet.
Wenn aufgebrachte Muslime, meist britischer Staatsbürgerschaft, in London, einer der europäischen Städte, die schon einen islamistischen Massenmord erleben mussten, Parolen skandieren, wie „Europe, the real Holocaust is on its way!“, wie anlässlich des Karikaturenstreits Anfang dieses Jahres geschehen, dann muss die freie Welt ihren Umgang mit den muslimischen Minderheiten in den westlichen Staaten und den muslimischen Mehrheiten außerhalb eben dieser zumindest überdenken.
Dass die Kritik an den Auswüchsen des Islams, die hier sowohl gegenüber Muslimen als auch Christen, Juden und allen anderen religiösen und nicht-religiösen Menschen eingefordert wird, sich eben nur auf die Auswüchse dieser Religion und nicht etwa auf diese selbst bezieht, dürfte klar sein. So ist auch die oft herbeifabulierte Schnittmenge zwischen Islamkritikern einerseits und islamophoben Rassisten andererseits denkbar klein.
Es geht nicht um die Ausgrenzung der muslimischen Weltgemeinde, ganz im Gegenteil: es geht darum, diese zu integrieren. Dieses Ziel kann aber nur erreicht werden, wenn der Islam reformiert wird oder sich selbst reformiert. Hierfür müssen die Mohammedaner nicht ihre kulturellen und religiösen Wurzeln aufgeben, gar konvertieren, sie müssen nur das schaffen, was der freien Welt, dem Westen bereits mehr oder weniger gelungen ist: der Aufklärung, dem Weltgeist Tür und Tor öffnen.
Wir sollten es den Moslems jederzeit ermöglichen, dies zu tun. Das beinhaltet aber nicht nur, dass wir den Willen zeigen, diese zu integrieren, sondern diese auch den Willen zeigen, sich überhaupt in die aufgeklärte Welt integrieren zu wollen. Wir müssen also denjenigen bereitwillig die Hand ausstrecken, die die Aufklärung als Chance begreifen, mit der anderen Hand aber diejenigen abwehren, die die Aufklärung bekämpfen wollen.
Man sollte es da mit dem Publizisten Henryk M. Broder halten. Dieser gab in einem Interview zu Protokoll, dass er dafür wäre eine große Moschee am Berliner Ku'damm direkt neben der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche zu errichten – sobald ähnliches auch mit christlichen oder jüdischen Religionseinrichtungen in islamistischen Staaten möglich wird.
Doch noch ist es nicht so weit, der Islam und seine zahlreiche, durchaus heterogene Anhängerschaft haben ihren langen Weg nach Westen, in die Moderne, viel zu oft noch nicht einmal angetreten.
Mittwoch, November 29, 2006
Veranstaltungstipps.
Zum einen ist das am 1.12. - d.h. übermorgen - eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Der Iran - zwischen eliminatorischem Antizionismus und Atomstaat".
Sprechen wird Dr. Wahied Wahdat-Hagh vom Middle East Media Research Institute.
Der Ankündigungstext liest sich folgendermaßen:
»Der Iran - zwischen eliminatorischem Antizionismus und Atomstaat«
Dr. Wahied Wahdat-Hagh (Middle East Media Research Institute, Berlin)
Nicht erst seit der Wahl Mahmud Ahmadinedschads zum Präsidenten steht der Iran unter Verdacht, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Zerstörung Israels ist ein Ziel der "islamischen Revolution" seit Gründung der "Islamischen Republik Iran". Eine besondere Brisanz erhält die mögliche atomare Aufrüstung des Iran durch die gleichzeitig eskalierende antisemitische Propaganda gegen Israel. Einerseits gibt es eine alte Geschichte des Judentums im Iran, andererseits aber muss man inzwischen von einem eliminatorischen Antizionismus und Antisemtismus sprechen.
Das Problem verstärkt sich dadurch, dass in der totalitären Diktatur, die reformislamistischen Kräfte mit den sogenannten Hardlinern in den Fragen des Revolutionsexportes, d.h. der Unterstützung von terroristischen Kräften, aber auch des islamistischen Atomstaates prinzipiell einig sind.
Freitag, 01.12.2006, 18:00 Uhr im Hörsaal C des Hauptgebäudes auf dem Campus der Uni Hamburg
Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Hochschulgruppe.
In Kooperation mit dem Deutsch-Israelischen Jugendforum Hamburg und der Negative Assoziation Hamburg.
Außerdem wird am 18.12. Matthias Küntzel in der Bucerius Law School über die iranische Holocaustleugnung sprechen:
bad-weather lädt ein – Vortrag: Warum leugnet der Iran den Holocaust?
Montag den 18.12.2006 /// Bucerius Law School - Hamburg /// Jungiusstr. 6 /// Lovells-Saal /// 19.30 Uhr
Im Deutschland des Jahres 2006 hat jeder Nazi, der auch nur verklausuliert die Shoa leugnet, mit harten strafrechtlichen Sanktionen zu rechnen. Im Iran ist die Leugnung der Vernichtung der europäischen Juden Staatsräson. Die Achse der Unterstützer des Regimes im Iran reicht von lateinamerikanischen Populisten wie Hugo Chavez über militante deutsche Neonazis bis nach links außen. Es verwundert nicht, dass sich im sogenannten "Holocaust Karikaturen Wettbewerb" eine französische Rechtsradikale und ein brasilianischer Linksradikaler den zweiten Platz und das Preisgeld für die gelungensten Shoa-Relativierung teilen. Selbst dass im Iran im Dezember 2006 eine Konferenz veranstaltet wird, zu der die Crème de la Crème der Internationalen Holocaustleugner eingeladen ist, ficht die linken und friedensbewegten Freunde des Irans nicht an, während sie aus gleichem Anlass in der Bundesrepublik wohl eine ihrer – längst zum Ritual verkommenen – "Anti-Rechts"-Demonstrationen oder Mahnwachen organisieren würden.
Im Oktober 2005 forderte der neue iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad die Auslöschung Israels. In den Folgemonaten milderte er seine Angriffe auf Israel und die Welt nicht ab, sondern verschärfte sie. Hierbei wurde er von den obersten Autoritäten des Iran unterstützt und von Teilen der iranischen Gesellschaft gefeiert. So brachte die Massenbewegung der Bassitschi ["Mobilisierung der Unterdrückten"], die Ahmadinejads Wahlkampagne im Sommer 2005 maßgeblich getragen hatte, im November 2005 neun Millionen Menschen zur Unterstützung ihres Präsidenten auf die Straße. Gleichzeitig organisierte der Iran eine "Holocaust-Konferenz". Einziges Ziel dieser "wissenschaftlichen Konferenz": die Leugnung der Shoa. Was aber treibt die iranischen Machthaber zu diesen antisemitischen Exzessen? Eine Antwort auf diese Fragen suchen wir gemeinsam mit dem Autor und Publizisten Matthias Küntzel, der über die aktuelle Situation im Iran und die "Holocaust-Konferenz" berichten wird.
Dienstag, November 14, 2006
"The Wind of Change - Antisemitismus im Wandel?"
Nachdem Graumann über den Antisemitismus der Neonazis gesprochen hatte, sprach er auch den Antisemitismus der Linken an:
Aber inzwischen ist der Antisemitismus auch bei Teilen der Linken gemütlich untergeschlupft und hat dort eine hässliche Heimat und ein recht behagliches Zuhause gefunden.
...
Die Linkspartei etwa, und namentlich ihr Fraktionsvorsitzender Oskar Lafontaine, praktizieren zwanghaft und krankhaft eine konsequente Linie von Feindseligkeit und Hass gegenüber dem jüdischen Staat. Schneidende, boshafte Kritik an Israel wird dort immer wieder mit fast schon freundlicher Fürsorge für das kriminelle Regime in Teheran verbunden. Lafontaine will sogar schon lange nach Teheran reisen. Gute Reise! Er wird sich dort ausgesprochen wohl fühlen: Zu Gast bei Freunden. Aber besonders hinterhältig wird es, wenn Lafontaine perfide den Anschein von Ausgewogenheit einfordert. Die sieht dann so aus: Der Iran möge ruhig Atomwaffen besitzen, solange Israel, besser auch noch die USA, nicht auf solche verzichteten. Eine Argumentation, die verantwortungslos, töricht und bösartig ist, wobei nicht klar ist, was denn davon überwiegt. Oder wenn er scheinheilig fordert, die Hisbollah solle zwar abrüsten, aber Israel müsse das dann gleichgewichtig auch tun. Das ist ein bisschen so, als würde man fordern, die Mafia und Verbrecherbanden in Deutschland sollten schon bitteschön ihre Waffen abgeben, aber doch nur, wenn auch die Polizei sich selbst öffentlich entwaffne.
...
Was bitteschön war denn bei den diesjährigen Ostermärschen das offizielle Motto? Es hieß: „Hände weg vom Iran“. Das muss man sich genau auf der Zunge zergehen lassen, und schnell bekommt man dabei einen verdammt bitteren Geschmack: Ein Teil der politischen Linken in Deutschland vermittelt an Ostern als zentrale Friedensbotschaft anscheinend die Fürsorge für ein Regime, das seine gesamte Bevölkerung in Geiselhaft hält – alle Frauen sogar systematisch – und das ganz offiziell Israel mit der „Auslöschung“ bedroht. Wenn es nach Gewissen und Moral zuginge in Deutschland, dann hätten überall im Land doch schon längst Grossdemonstrationen gegen den Irren vom Iran, gegen den Hassprediger von Teheran veranstaltet werden MÜSSEN. Leider ist das nicht geschehen. Traurig genug. Aber nicht zu fassen ist: Einige, die sich als die Gralshüter der politischen Linken gerieren, unterstützen, zumindest doch dem Anschein nach, offensiv und plakativ einen fanatischen Faschisten, der den Holocaust unbelehrbar leugnet und die Juden auslöschen will.
...
Und wann immer dann ausgesprochen bösartige Parallelen zwischen Israelis und Nazis konstruiert werden, nicht selten eben leider gerade auch von deutschen Linken, so muss man kein großer Psychologe sein, um zu verstehen: Hier soll eine Opfer-Täter-Umkehr suggeriert werden. Und ja: DAS jedenfalls ist dann Antisemitismus - was auch sonst?
Nun folgt ein kurzer Passus über den christlichen Antijudaismus, bevor Graumann auch auf den Antisemitismus der Islamisten und vieler Muslime zu sprechen kommt:
Heute ist es nun aber der islamistische Antisemitismus, der einen organisierten Vernichtungsfeldzug gegen alle Juden führt. Er nimmt alle in Europa, gerade unter christlichem Einfluss, entwickelten antisemitischen Klischees begierig auf und setzt sie um mit neuem Hass und frischem Feuer. Es ist ein prinzipieller, es ist ein fanatischer, aber es ist auch ein absolut eliminatorischer Antisemitismus.
Denn: Sein Ziel ist ohne jeden Vorbehalt die Vernichtung nicht nur des jüdischen Staates sondern aller Juden auf der Welt.
...
Ziel des Islamismus ist die Zerstörung des gesamten westlichen Lebensstils mit all den Werten, die uns so viel bedeuten. Wir ALLE befinden uns daher im Fadenkreuz des islamistischen Feldzuges.
...
Dabei sind die sich häufenden Beispiele von absolut würdelosen Entschuldigunsritualen und von geradezu erbärmlicher Selbstzensur abschreckend und oft die eigentliche Schande. Sie werden auch als genau das wahrgenommen, was sie doch sind: Als Zeichen von Schwäche, von Prinzipienlosigkeit, von Feigheit, von Selbstaufgabe – und nur als Einladung zur weiteren Einschüchterung. Gerade deshalb sollten sie oft besser unterbleiben.
Die allgegenwärtige Gefahr wird aber gewiss auch nicht geringer, wenn wir sie verleugnen. Das Wegsehen, das Schönreden, das in Europa zu oft dem islamo-faschistischen Regime im Iran, wo Drahtzieher und Paten des Terrors agieren, entgegengebracht werden – das ist eine moralische Bankrotterklärung. „Normale“ Beziehungen - politisch, ökonomisch, sportlich -, diplomatische Höflichkeit – das sind doch gerade die falschen Signale. Falscher geht es doch kaum noch. Richtiger wären: Einfrieren der Beziehungen, internationale Isolierung. Verachtung statt Achtung. Und: Kein Appeasement.
...
Der Antisemitismus erweist sich wieder einmal, wie schon so oft, als Indikator dafür, wie es um das Ausmaß der Freiheit, oder deren Bedrohung, bestellt ist auf der Welt. Im Moment befindet sich die Anzeige wieder im tiefroten Bereich. Aber das müssen wir nicht einfach hinnehmen wie das Wetter oder den Luftdruck. Denn an uns selbst liegt es doch am Ende, für die Freiheit einzustehen und gegen die Freiheitsfeinde aufzustehen. In der gemütlichen Hängematte werden wir freilich dabei nicht sonderlich erfolgreich sein. Kämpferischer, entschlossener Einsatz für die Freiheit – er ist bitter nötig, aber er lohnt sich doch auch, allemal.
Samstag, November 11, 2006
London calling
Während die Muslime sich weiterhin weltweit über einen fabulierten Generalverdacht, unter dem sie angeblich stünden, echauffieren und sich über die Frechheit derjenigen erzürnen, die es wagen die gefährlichen Tendenzen innerhalb der islamischen Gemeinde zu kritisieren, kann man im Nachrichtenticker von Zeit Online folgende Horrormeldung lesen:
Großbritannien sieht sich mit einer intensiven und dauerhaften Terrorgefahr konfrontiert: Über 1600 Verdächtige hat der britische Geheimdienst im Visier, rund 30 geplante Anschläge sind bekannt.
Ausgerechnet Großbritannien, mag man sich denken, hat dieses Land sein 9/11 doch bereits am 7.7.05 erleben müssen, bevor dieses Jahr ein weiterer Attentatsversuch im letzten Moment vereitelt werden konnte. Wohl kein europäisches Land ist durch den islamofaschistischen Terror ärger gebeutelt worden als der Inselstaat.
Allerdings muss man wohl gestehen, dass das ganze auch kein Wunder ist, angesichts der britischen Islam-Politik.
Über den Schmusekurs, den das Vereinigte Königreich noch immer, trotz der traumatischen Erfahrung, die das Land mit den islamistischen Terroristen machen musste, mit den Islamisten fährt, hat Jürgen Krönig schon Anfang Oktober in der Zeit geschrieben. Dort war zum Beispiel folgende Bestandsaufnahme über den britischen pseudo-multikulturellen Wahn zu lesen:
Kopftücher sind allgegenwärtig, islamische Feiertage werden im Unterricht gefeiert, die Commission for Racial Equality achtet auf strikte Antidiskriminierung. Gesellschaftliche Vielfalt zu preisen ist britische Staatsdoktrin; dagegen untersagen lokale Behörden schon mal, Weihnachtsbäume auf öffentlichen Plätzen aufzustellen. Mit Rücksicht auf muslimische Gefühle.
Das klingt doch eigentlich nach einem Idealzustand für die Muslime im Königreich: freies Ausleben der eigenen Religiosität ist ohne Rücksicht auf Andersgläubige zugelassen und wird sogar ermutigt, während Christen ihre religiösen Symbole dann doch lieber zu Hause im Wohnzimmer verstecken sollen. Diese Maßnahmen darf man getrost als simple Appeasement-Politik ansehen und genauso wie jede andere Appeasement-Politik in der Geschichte ist sie letzten Endes wirkungslos.
Denn dass die Multikulti-Ideologen für die Islamisten nur die nützlichen Idioten darstellen, ist klar: Den radikalen Moslems geht es nicht um Gleichstellung und Emanzipation. Auch die Tatsache, dass Muslime von Seiten des Staats in Großbritannien nicht selten sogar besser behandelt werden als Anhänger anderer Religionen, reicht ihnen nicht.
Es geht ihnen einzig und allein darum, das Land, dass sie so gut behandelt zu bekriegen und endlich in einen - auf der Scharia basierenden – klerikalfaschistischen Gottesstaat zu verwandeln. So wird in den britischen Moscheen meist schon die Feindschaft gegenüber den Juden, den Christen, der Moderne und nicht zuletzt gegenüber dem eigenen Land gepredigt. Dadurch, dass dies durch den Staat nicht kontrolliert wird und eine Laisser-faire-Politik gegenüber den Muslimen praktiziert wird, werden immer mehr junge britische Muslime zu homegrown terrorists erzogen.
Dass diese keineswegs nur sozial benachteiligte, isolierte Einzeltäter sind, wie notorische Terroristenversteher weiterhin behaupten, macht die Chefin des britischen Inlandsgeheimdienst MI5, Eliza Manningham-Buller, deutlich:
Es handele sich nicht um Einzelfälle, sagte Manningham-Buller. Der Geheimdienst und die Polizei hätten 200 Gruppen und Netzwerke im Blick. Es könne sogar noch mehr Verdächtige geben.
Vielleicht bringt endlich die heutige Schreckensnachricht die Einsicht, dass ein härterer Kurs gegenüber der islamischen Gemeinde leider notwendig ist.
Es bleibt ansonsten nur zu hoffen, dass der MI5 wirklich von allen Anschlagsplänen weiß und auch alle verhindern kann.




